Wer einen Urlaub an der Amalfiküste verbringt, findet in der näheren Umgebung spannende Sehenswürdigkeiten, die sich im Rahmen eines Ganz- oder Halbtagesausflugs besuchen lassen. Eines dieser Ausflugsziele ist der Vesuv. Der einzige aktive Vulkan des europäischen Festlandes liegt zwischen der Amalfiküste und Neapel, rund 50 bis 60 Kilometer von Orten wie Amalfi, Sorrent oder Minori entfernt, in einem aus Lavafeldern, Waldgebieten und Obstplantagen bestehenden Nationalpark. Obwohl der letzte Ausbruch im Jahr 1944 bereits viele Jahrzehnte zurückliegt, zeigt der Vesuv bis heute Spuren von Aktivität, die sich im gelegentlichen Ausstoß von Dämpfen und vulkanischen Gasen äußert. Der Vesuv ist auch ein beliebtes Ziel auf Amalfiküste-Rundreisen.

Wo liegt der Vulkan Vesuv?

Blick von der Küste aus auf den Vesuv

Rund um den 1281 Meter hohen Schichtvulkan Vesuv laden Wanderwege dazu ein, atemberaubende Lavaformationen und die vielfältige Vegetation zu entdecken. Die Wege führen zum Beispiel durch das Valle del Gigante zum benachbarten Monte Somma, über alte Lavafelder oder durch lauschige Pinienwälder. Zu den größten Attraktionen zählt allerdings ein Aufstieg zum Kraterrand. Dieser beginnt an einem kostenpflichtigen Parkplatz in rund 1000 Metern Höhe, von dem aus man zu Fuß oder mit einem Shuttlebus zum Eingang gelangt. Der Rest der Strecke führt über eine Schotterpiste zum Teil steil bergauf. Auch wenn der Weg gut ausgebaut ist, sollten Besucher über die notwendige Kondition verfügen und festes Schuhwerk tragen, um den Weg ohne Schwierigkeiten bewältigen zu können. Die Besteigung ist kostenpflichtig und wird von einem Führer begleitet. Oben angekommen, wird man mit einem grandiosen Blick in das Innere des Kraters belohnt. Ebenso beeindruckend ist die Aussicht auf die weite Landschaft, die über Neapel bis zum Meer und bei guten Bedingungen sogar bis zu den Inseln Ischia und Capri reicht.

Immer noch aktiv: Der Krater des Vesuv

In vielen Urlaubsorten entlang der Amalfiküste bieten lokale Veranstalter organisierte Ausflüge zum Vesuv an, die die Anreise mit dem Bus und je nach Anbieter auch die Eintrittsgebühren beinhalten. Aber auch individuelle Touren sind möglich. Mit dem PKW führt der Weg über die Autobahn A3 bis zur Ausfahrt Torre del Greco oder Ercolaneo (Herculaneum). Von dort geht es weiter auf der Via Vesuvio durch Lavafelder und Weinhänge bis zum Parkplatz. Alternativ ist die bequeme Anreise mit Zug und Bus zu empfehlen. Die Regionalbahn Circumvesuviana, die zwischen Neapel und Sorrent verkehrt, steuert regelmäßig verschiedene Städte rund um den Vesuv an. Von den Stationen Ecolaneo Scavi, Pompei Scavi oder Neapel fahren mehrmals täglich Linienbusse zum Ausgangspunkt.

Abrunden lässt sich der Ausflug zum Vesuv mit einer Besichtigung der Ruinenstädte Pompeji oder Herculaneum, die im Jahr 79 n.Chr. von den Lavamassen des Vulkans verschüttet wurden. Neben einem eindrucksvollen Einblick in die zerstörerische Kraft des Vesuvs eröffnen die Ausgrabungen einen Eindruck vom Alltagsleben in römischer Zeit, wie es zum Zeitpunkt der Katastrophe ausgesehen hat.

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